Fastenzeit

Fastenzeit – eine Chance, die wir nutzen wollen!
Pfarrer Dr. Willy Mayunda

In der Liebesgeschichte zwischen Gott und dem Menschen gibt es immer wieder starke Momente, die grundlegende Fragen über unsere Beziehung zu Gott aufwerfen. Die Fastenzeit ist eine dieser Gelegenheiten.

Schauen wir uns den Anfangs- und den Endpunkt dieser Zeitspanne an – Aschermittwoch und Karfreitag – so finden wir an beiden Stellen den Aufruf, uns selber zu erkennen, in unserem Ursprung und in unserer letzten Bestimmung. Die Vorstellung, von allen weltlichen Banden befreit zu sein, lässt uns zurückkehren in die Schlichtheit unseres innersten Seins, dorthin, wo sich unser Blick frei und unverstellt auf Gott zu richten vermag.

Am Aschermittwoch denken wir daran, dass wir aus Staub geboren sind und zu Staub zurückkehren werden. Am Karfreitag betrachten wir Jesus am Kreuz, frei von irdischem Besitz, nackt und bloss. Sein Reich, so sprach ER, ist nicht von dieser Welt.

Nutzen wir die Chancen dieser Zeit! Schaffen wir Leere um uns herum und in unserem Herzen. Mit dieser Leere gewinnen wir Raum für uns selber und für das, was uns wesentlich erscheint. Raum für Jesus, der – vielleicht – in der Hektik des Alltags allzu oft aus unseren Gedanken und Gefühlen verdrängt worden ist. Diese Reise in unser Inneres kann uns Gott wieder näherbringen, uns daran erinnern, wie erfüllend es sein kann, sich IHM zuzuwenden.

Es ist der Weg, der uns vorbereitet für Ostern, für eine Wiedergeburt in Christus, unserem Erlöser.

Gesegnete Fastenzeit und gute Reise!